Kunstwerk "Vollständigkeit als Entscheidung"
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Acryl & Mixed Media
Entstehung: 12/2025
100 x 100 x 10 cm
Bestehend aus einer Leinwand, zwei Bilderrahmen, einem Draht und Bauschaum lackiert
Produktinformationen
Nach dem Zitat von Jim Elliot: "Wo auch immer du bist, sei ganz da."
Thema: Achtsamkeit
Das Zitat fordert zu einem bewussten, engagierten und integren Leben auf. Es erinnert daran, dass Sinn nicht dadurch entsteht, wo man ist, sondern wie man dort lebt. Gemeint ist, nicht nur körperlich anwesend zu sein, sondern mit voller Aufmerksamkeit, innerer Beteiligung und Hingabe im jeweiligen Moment zu leben. Halbherzigkeit, Ablenkung und ständiges Warten auf bessere Umstände rauben dem Leben Tiefe und Sinn. Stattdessen soll man Verantwortung für die eigene Situation übernehmen und sie ernsthaft gestalten.
Beschreibung: Psychologisch betrachtet thematisiert das Werk Präsenz als innere Haltung und richtet sich gegen emotionale Abwesenheit.
Der zentrale Satz fungiert dabei nicht als Appell an den anderen, sondern als Selbstvergewisserung: Ganz da zu sein bedeutet emotionale Kohärenz – das Zusammenfallen von Denken, Fühlen und Handeln im gegenwärtigen Moment. Die bewusste Wahl dieser Worte markiert einen inneren Wendepunkt: Weg von Anpassung und Erwartung, hin zu Selbstverantwortung und Klarheit.
Botschaft: Der Bezug zum bekannten Zitat von Jim Elliot („Wherever you are, be all there“) wird hier kritisch reflektiert. Präsenz erscheint nicht als Wohlfühlkonzept, sondern als Entscheidung – oft unbequem, aber befreiend. Der Titel „Vollständigkeit als Entscheidung“ fasst dieses Spannungsfeld zusammen. Vollständigkeit wird nicht als Zustand verstanden, der durch den anderen entsteht, sondern als innere Haltung, die unabhängig von äußeren Beziehungen gewählt werden kann. Das Werk markiert damit den Beginn einer integrierten Selbstbeziehung. Das Bild steht für Abschluss, Integration und Autonomie. Es lädt zur Selbstreflexion ein und fordert dazu auf, Achtsamkeit zu verkörpern.
Konzept: Das Werk zeigt eine expressive Textarbeit auf vielschichtigem, abstraktem Hintergrund. Die Worte „Wo auch immer du gerade bist, sei ganz da“ sind handschriftlich aufgetragen und treten deutlich in den Vordergrund. Die Schrift wirkt bewusst unperfekt, fast roh, und steht im Kontrast zur kontrollierten Komposition des Bildraums. Der Untergrund besteht aus grauen, grünen und erdigen Farbschichten, durchzogen von Linien, Überlagerungen und fragmentarischen Strukturen. Kleine, helle Blütenelemente setzen fragile Akzente und wirken wie stille Marker von Hoffnung oder Erinnerung. Die goldfarbenen, reliefartigen Formen am Rand rahmen das Werk organisch ein. Sie erinnern zugleich an Schutz, Abgrenzung und Verhärtung.
Privat steht dieses Werk für einen bewussten Abschluss. Die Worte auf dem Bild waren meine letzten an einen Menschen, der mir sehr viel bedeutet hat. Auch wenn sich unsere Geschichte nicht weiter entfalten konnte, bleibt ihre Bedeutung bestehen. Was ich einst als ein ganzes Buch empfand, hat sich als ein Kapitel herausgestellt – nicht aus Mangel an Tiefe, sondern aus der Erkenntnis, dass jedes Kapitel seinen eigenen Wert hat. Ein Abschied in Respekt, Dankbarkeit und mit aufrichtig guten Wünschen für den weiteren Weg.